Depression

Woran erkennt man eine Depression?

Jeder hat mal einen schlechten Tag, an dem er mies drauf, müde oder unmotiviert ist. Eine Depression ist aber mehr als das: Hier halten eine Anzahl von Symptomen über einen Zeitraum von mindestens zwei Wochen an.                   Nach dem ICD-10 (Internationale statistische Klassifikation der Krankheiten und verwandter Gesundheitsprobleme) kann eine Depression unterschiedliche Schweregrade haben. Je nach Anzahl der Symptome ist sie leicht, mittelgradig oder schwer ausgeprägt.

 

Typische Symptome einer Depression:

  • Gedrückte Stimmung
  • Verminderter Antrieb und Aktivität
  • Fähigkeit, sich zu freuen, ist beeinträchtigt
  • Interesse und Konzentration sind beeinträchtigt
  • Ausgeprägte Müdigkeit (nach kleinsten Anstrengungen)
  • Schlafprobleme
  • Appetitverlust
  • Gemindertes Selbstwertgefühl und Selbstvertrauen
  • Abgrenzung von Familie, Freunden und Kollegen

 

Warum werden Menschen depressiv?

Der Grund für eine Depression ist häufig eine Kombination aus vielen Dingen. Bei manchen gibt es eine familiäre Veranlagung (Vulnerabilität) zu psychische Erkrankungen, andere werden mit einer Anzahl negativer Ereignisse konfrontiert oder sind extremem Stress ausgesetzt.

1 von 4 Menschen werden im Laufe ihres Lebens depressiv. Du bist nicht alleine und viele können deine Erfahrungen teilen. Jeder von uns kann an einer Depression erkranken, egal wie alt wir sind!

 

 

Wie sieht eine Behandlung beim Psychologen oder Psychiater aus?

Ganz wichtig vorab ist, dass eine Depression heutzutage gut behandelbar ist, wenn du Hilfe in Anspruch nimmst! Jeder von uns kann im Laufe seines Lebens depressiv werden und es kein Zeichen von Schwäche!

Im Normalfall wird eine Depression mithilfe einer Psychotherapie und/oder Medikamenten (Antidepressiva) behandelt. Besprich mit deinem Arzt oder Psychologen, was für dich das Richtige ist!

Fachkräfte haben täglich Kontakt zu Menschen, die unter Depressionen oder extremem Stress leiden. Sie verurteilen dich nicht! Es ist mutig und zeugt von großer Stärke, zu erkennen, dass etwas nicht in Ordnung ist und sich Hilfe zu holen!

 

 

Was du machen kannst, wenn du denkst, dass du depressiv bist

  • Rede mit einer Vertrauensperson (Geschwister, Elternteil, Lehrer, Freunde)
  • Achte auf eine gesunde, regelmäßige, ausgewogene Ernährung
  • Bleib mit deiner Familie und Freunden in Kontakt
  • Geh an die frische Luft, mach Sport oder einen Spaziergang
  • Regelmäßiger Schlaf (ca. 8h, zu viel ist auch nicht gut!)
  • Halte dich von Zigaretten, Alkohol und Drogen fern
  • Sprich mit einem (Haus-) Arzt. Er kann dich an Psychotherapeuten oder Psychiater weitervermitteln. Sei nicht frustriert, wenn du nicht gleich einen Termin beim (psychologischen) Psychotherapeuten bekommst. Die Nachfrage ist leider groß und die Suche manchmal ganz schön mühsam. Experten helfen dabei, herauszufinden, was gerade mit dir los ist und helfen dir schnellstmöglich wieder mit beiden Beinen im Leben zu stehen.

 

 

Quelle: WHO, NAMI, Statistisches Bundesamt, mind

 

 

Denkst du darüber nach, dein Leben zu beenden oder dir etwas anzutun? Dann wende dich bitte sofort an einen nahegelegenen Arzt, geh ins Krankenhaus oder eine psychologische Einrichtung (Psychiatrie). Dort ist Fachpersonal, das dir gerne weiterhilft!

Außerdem hat die Telefonseelsorge 24/7 ein offenes Ohr für dich (Tel.: 0800-111 0 111 oder 0800-111 0 222)

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